EWS Schönau - EIB- & Co.
► Die Freiburger Genossenschaft EiB
fusioniert mit der Netzkauf EWS Schönau, um Kräfte zu bündeln für den Einkauf in Stuttgart, Berlin, Kirchheim und im Remstal - EiB-Mitgliederbrief, Nov.2011
Im Mitgliederbrief Sept.2011 rechtfertigt sie ihr Interesse am Geschäft mit den Stuttgarter Netzen mit einem höheren moralischen Anspruch von Bürgern - Bürger, die Geschäfte machen, sind per se besser als demokratisch verantwortliche Stadtwerke vor Ort.
► Die Stadtwerke Schwäbisch Hall - Mitglied der Kommunalpartner AG, die sich ebenfalls um die Konzession in Stuttgart bewirbt, verhalten sich gegenüber den Stadtwerken Sindelfingen wie die großen Energiekonzerne - Text
► Keine Unterstützung vom Ökostromanbieter EWS Schönau fürs Stuttgarter Bürgerbegehren
Wenn die EWS ihre 20.000 KundInnen in Stuttgart auffordern würde, das Bürgerbegehren zu unterstützen, hätten wir gewonnen. Hier unser Brief vom 2. Juli 2011, über dessen Veröffentlichung Herr Sladek informiert ist.
Wir gingen davon aus, dass die EWS, die sich für demokratische Energie aussprechen, für Energie, die die Umwelt nicht zerstört, die in den 90er Jahren denselben Kampf geführt haben wie wir, die damals bundesweit Unterstützung erhalten haben, dass auch sie jetzt Solidarität ausüben.
Herr Sladek informierte uns, dass EWS uns nicht unterstützen könne, weil wir 100 % kommunale Stadtwerke durchsetzen wollen. Seine hauptsächlichen Gründe:
• Heutzutage brauche man Partner (!)
• Unser Bürgerbegehren mit der 100%-Forderung erschwere die
Verhandlungen mit EnBW (!) - das ist übrigens auch die Position der GRÜNEN.
M. Sladek sagte kein Wort über Unabhängigkeit unserer Stadt von EnBW, kein Wort von Energiewende, von dezentraler Energieerzeugung ohne Atom, ohne Kohle, von Verlagerung der Macht von den Konzernen in die Kommunen, von der Demokratisierung der Energie.
JETZT hätten sie mit kleinem Aufwand die Chance, zu helfen ein Energiemonopol abzubauen, Fakten zu schaffen, ein Beispiel für ganz Deutschland, für dezentrale Energie.
Aber Herr Sladek möchte mit seiner Freiburger Genossenschaft EiB Anteile an den Stuttgarter Netzen kaufen, möchte 'Partner' sein. Hierfür erhält man eine Rendite von 7 -9 %. Netze sind eine gute Kapitalanlage.
Unsere Meinung: Die Netze müssen zu 100% kommunal sein. Sie dürfen nicht EnBW gehören, nicht anderen Stadtwerken (Kommunalpartner GmbH), nicht der EiB, sondern den StuttgarterInnen. Denn alle, EnBW, Kommunalpartner und auch EiB vertreten ihre eigenen Interessen. Wir StuttgarterInnen wollen von niemandem vertreten werden, wir vertreten uns selbst!
EWS kann ruhig Strom-VERTRIEBspartner in Stuttgart werden, aber über die Netze als Rückgrat unserer Versorgung, als Grundlage für den Aufbau einer dezentralen Energiestruktur, müssen wir selbst bestimmen können.
Stuttgart kann wirklich auf eigenen Beinen stehen! Text
Die EWS Schönau sind Ökostrom-Händler.
Ist Stromwechsel eine Lösung?
STROMWECHSEL ist kein Ersatz für Stromerzeugung vor Ort! ►► Link